Künstlerisches
Kalendarium 2026
Wer einmal den Ruf des Puffins gehört hat, vergisst ihn nicht. Der Ruf des Puffins klingt tatsächlich überraschend tief, kehlig und vibrierend – fast wie ein sattes, zufrieden grollendes Knurren oder ein entferntes Motorbrummen aus einer kleinen Höhle. Wer es zum ersten Mal hört, ist meist verblüfft, weil man von einem so charmanten, buntgeschnäbelten Vogel eher ein fröhliches „Piep“ erwarten würde.
„Eines der schönsten Knurren im Tierreich –
ein bisschen wie das sonore Lachen eines alten Seebären, nur mit Flügeln.“
Januar – Der Winterkapitän



Puffins verbringen den Winter weit draußen auf dem offenen Ozean – so weit, dass man sie monatelang nicht sieht. Sie sind echte Hochseereisende und starten das Jahr dort, wo das Meer niemals stillsteht.
Februar – Der Tiefseetaucher



Mit bis zu 60 Metern Tauchtiefe sind Puffins kleine Feder-U-Boote. Ihre Flügel nutzen sie dabei wie Paddel – elegant, schnell und überraschend zielstrebig.
März – Der Frühlings-Heimkehrer



Im März kehren die ersten Puffins an ihre Brutplätze zurück. Und sie kehren oft exakt in dieselbe Höhle wie im Vorjahr zurück – echte Traditionalisten mit Küstenliebe.
April – Der Schnabel wird bunt



Puffins tragen im Winter einen schlichteren Schnabel – erst im Frühjahr legen sie ihren berühmten, leuchtenden „Partyschnabel“ an. Niemand frischt sein Outfit saisonaler auf als sie.
Mai – Der Höhlenarchitekt



Puffins bauen ihre Nester in bis zu einem Meter tiefen Erdhöhlen. Die Eingänge sind oft perfekt in die Vegetation integriert – echte Meister*innen des Küsten-Understatements.
Juni – Der Fischjongleur



Puffins können bis zu einem Dutzend kleine Fische gleichzeitig im Schnabel tragen – dank kleiner Widerhaken auf der Zunge. Ein schwimmendes Buffet, ordentlich sortiert.
Juli – Der Nachwuchs ist da



Im Juli wird das Puffin-Küken, der „Puffling“, flügge. Ein flauschiger kleiner Windball, der in der Dämmerung erste Schritte in Richtung Meer wagt – Mut beginnt hier in Miniatur.
August – Die große Reise beginnt



Jetzt machen sich die Jungvögel allein auf den Weg aufs offene Meer – ohne Eltern, nur mit Instinkt. Kaum ein Seevogel startet unabhängiger ins Leben.
September – Meister der Tarnung



Auf dem Meer wirken Puffins wie kleine schwarze Korken. Überraschend unscheinbar – bis sie abheben und ihre eleganten, blitzschnellen Flügelschläge zeigen.
Oktober – Herbstliche Gourmet-Tour



Puffins fressen im Herbst besonders viel, um ihre Energiereserven für die Winterzeit aufzufüllen. Sie sind dann echte Feinschmecker – bevorzugt Sandaale und kleine Schwarmfische.
November – Der Sturmreiter



Puffins sind erstaunlich robuste Flieger, selbst bei Herbststürmen. Sie nutzen den Wind wie eine Autobahn – und wirken dabei entspannt wie alte Seebären.
Dezember – Der Nordlichtreisende



Im Winterlicht des Nordatlantiks treiben Puffins oft allein über stille, dunkle Wellen. Ein leises, fast poetisches Bild – ein Vogel, der sich vom Rhythmus des Meeres tragen lässt.





























